Der Klepperstall e.V. blickt in eine ungewisse Zukunft

Der Pferdeschutzhof und Tierschutzverein Klepperstall e.V. leidet derzeit sehr unter der Corona-Pandemie: Natural- Sach- und Geldspenden für Betreuung und Futterkosten sind weggebrochen. Monatlich 5000 Euro Fixkosten aber bleiben, nicht eingerechnet Hufschmied- und Tierarztkosten. „Auch der behördlich verordnete Stillstand trifft uns hart“, berichtet Nina Aschoff, Betreiberin und 1. Vorsitzende des Vereins. „Wir haben kein Ferienprogramm und auch der Secondhand-Laden ist zu. Kinder- und Jugendarbeit, sowie Besuche in Schulen und Kindergärten mit unseren Ponys bleiben wegen der Corona-Schutzmaßnahmen vorerst auf der Strecke. Für das Sommerfest, die Haupteinnahmequelle für den Erwerb des Winterfutters, stehen die Zeichen auf Absage.

Wir hätten nicht gedacht, dass wir so in Not geraten. Wenn unser kleiner Puffer aufgebraucht ist, wissen wir keine Lösung mehr“, legt sie weiter nach, und darin ist sie sich einig mit ihrer Mutter Bettina Kossmann, ihrer Schwester Mara Kossmann und weiteren Mitarbeitern die nur beschränkten Zugang zu den Pferden haben, aber in organisiertem Notdienst die Pferde natürlich weiter versorgen. „70 Ballen Bioheu -gestiftet von einem Bauern aus Kalterherberg- und säckeweise Möhren von einem weiteren Spender konnten wir auf dem Hof abladen“, freuten sich Walter Lehnertz-„80- Euro Waldi“ und Herbert Prümmer (Gründer der Stiftung „Zesamestonn“). Die beiden Freunde hatten aus den Medien von der Notlage des Hofs erfahren und diese rein private Spendenaktion unter dem Motto- Kleinvieh macht auch Mist- organisiert. Nun hoffen sie gemeinsam mit den Betreibern auf viele Nachahmer. Dankbare Abnehmer des Hilfsguts sind die aktuell rund 50 Pferde. Sie haben ihren Besitzern bei vielerlei gedient, geduldig Kinder und Erwachsene auf dem Rücken getragen und Kutschen gezogen. Abgeschobene, kranke und misshandelte Pferde, und auch gesunde Tiere deren Halter in finanzielle Schieflage gerieten, sind darunter. Sofern sie nicht weiter vermittelbar sind verbringen die Schützlinge ihren Lebensabendin freier Natur bei einer der modernsten Haltungsformen. „Jedem Lebewesen mit Achtung und Respekt zu begegnen bedeutet für uns, dass jedes Pferd ein Recht auf ein schönes Leben und artgerechte Haltung hat“, lautet das Credo der Betreiber. „Wir haben noch viele Ziele im Bereich Tier- und auch Naturschutz. Alleine können wir es nicht schaffen, wir sind auf Ihre Hilfe angewiesen“, sagt Nina Aschoff abschließend. Weitere Infos unter www.klepperstall.de

Spendenkonto:
Klepperstall e.V.,
Kreissparkasse Euskirchen,
IBAN DE09 3825 0110 0001 6564 20.