Schmidter Seniorenheim grüßt Köln und den Rest der Welt

Auch in der Eifel sorgt der COVID-19-Virus dafür, dass kaum etwas wie vor dieser Zeit scheint. Die daraus entstandenen eingeschränkten, sozialen Kontaktmöglichkeiten hinterlassen inzwischen deutliche Spuren im gesellschaftlichen Leben. Die Stimmung ist ganz allgemein angespannt und ruft einmal mehr Menschen auf den Plan, die in ihrer positiven Art versuchen, mit Aktionen zu helfen und Optimismus zu verbreiten. So wie Doris Schröteler, Besitzerin der SeniorenResindenz und Stefanie Wollgarten, Leiterin der St. Nikolaus Jugendstätte, beide aus Schmidt.

„Da wir im Augenblick alle mehr Freizeit haben, ist das eine gute Möglichkeit, andere, die gerade jetzt mehr arbeiten müssen, damit unser Leben funktioniert zu unterstützen und sich mit ihnen solidarisch zu zeigen“, so Stefanie Wollgarten. Zusammen mit zwei Kolleginnen begann sie sogenannte „Behelfs-Mund-Nasen-Masken aus handelsüblichen Stoffen“ zu nähen. Die ersten 20 Stück überreichte sie nun an Doris Schröteler für die Schmidter SeniorenResidenz. „Wir wollen damit auch ein Zeichen setzen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die einen hervorragenden Dienst versehen – und zwar nicht nur in Schmidt, sondern überall.“ Die so entstandenen Behelfsmasken aus bunten Baumwollstoffen, sind mit Gummizügen versehen und bis 60 Grad auskochbar. Zusätzlich kann Molton eingelegt werden.

„Was wir jetzt auch in unserer Senioreneinrichtung brauchen“, erklärt Doris Schröteler „ist Empathie und Optimismus.“ Nun hat sie ein Team der „Aktuelle Stunde“ des WDR nach Schmidt eingeladen um ein bis zwei Lieder, die sie mit ihren Heimbewohner vor einiger Zeit in einem Aufnahmestudio eingesungen hat, live aufzuführen. Mit Liedern wie „Live is live“, inspiriert von der Filmproduktion „Die Spätzünder“ mit Jan Josef Liefers und „Der Himmel soll warten“, möchte sie Mut machen, Solidarität zeigen und Lebensfreude verbreiten. „Es ist ein Gruß an die Bewohner der SeniorenResidenz mit denen ich mich sehr verbunden fühle und an die Besucher, die ihre Lieben momentan nicht mehr besuchen dürfen. Mein besonderer Dank aber gilt dem Pflege- und Betreuungspersonal, den Ärzten und anderen Externen, die helfen diese Krise zu bewältigen.“

Verbundenheit mit Köln
Genau dort, wo heute die SeniorenResidenz steht, war früher ein Wochenendhaus eines bekannten Kölner Mediziners. Deshalb kamen viele Kölner nach Schmidt, machten Ausflüge in die schöne Umgebung und manch einer von ihnen nahm reines und köstliches Schmidter Leitungswasser mit in die Heimatstadt. Selbst Willy Millowitsch ging dort damals ein und aus. So ist es für die Köln-Liebhaberin und eingefleischten FC-Fan Doris Schröteler ein großes Bedürfnis, Flagge für Köln zu zeigen, denn auch die Heimbewohner teilen ihr Faible für Köln und die Kölner. Direkt im Eingangsbereich der Senioreneinrichtung, die früher im Volksmund das „Millowitsch-Haus“ hieß, weht deshalb eine FC-Köln-Flagge in Eintracht mit der Deutschlandfahne harmonisch im Eifelwind.