Neue CD des rheinischen Virtuosen bereichert die euregionale Pop-Musikszene

Gut´ Ding will Weile haben! Und deshalb plagte den arrivierten Gitarristen Achim Roskopf auch kein schlechtes Gewissen, als der heute 56-jährige Vollblut-Musiker – Solist, Sänger, Ensembleplayer, Bandleader, Arrangeur, Texter und Komponist – vor wenigen Jahren der euregionalen Kulturszene seine Premieren-CD erst nach manch künstlerischer Schaffenspause und konzeptioneller Überarbeitung als akustisches Klangerlebnis präsentierte. Ihr beziehungsreicher Titel: „Spätlese“. Das Kredo für alle Fälle des Lebens: Ob erquickende Reife edlen Rebensaftes, ob „alles, was der Mensch so braucht“ – Spitzenqualität, von Konsumprodukten des täglichen Bedarfs bis hin zum Kulturgut Schlager, Hit oder Evergreen verlangt Zeit zur Güte! Liegt doch in des Menschen Ruhe seine Kraft! Doch wer da mit leiser Ironie argwöhnte, der Inhalt der anspruchsvollen Scheibe geriere sich thematisch als vom Leben bestrafter Spätzünder in der pulsierenden Welt flotter Rhythmen, Takte und Töne, den /die belehrte Urheber Roskopf eines Besseren. Er glaubte unbeirrt an die kreative Überzeugungskunst seiner aktuell veröffentlichten Kompositionen, und behielt Recht. Und er überzeugte ebenso die Musikfreunde im Land ohne Grenzen vom Inhalt seines pressfrischen Neuwerkes, das er nun selbstbewusst einer erwartungsfrohen Öffentlichkeit vorstellte und vielversprechend mit „Auslese“ betitelte. Erstklassiger Wein verpflichtet, erstklassiges Liedgut nicht minder! Qualitätssteigerung dank Fassreife XXL und Supergewächs aus Bachus´ Lieblingslage. Verwöhnung aller Sinne – Reverenz auch an das kostbarste irdische Gut, die Zeit. Die war auf Achims und dessen musischen Metiers Seite, denn vor wenigen Tagen zog Auslese an Spätlese vorbei. Nichts im Leben ist halt so überholt wie der noch so spektakulär gefeierte Erfolg von gestern. „Während ich zum Erscheinen meiner ersten CD überwiegend eigen erarbeitete Stücke aufbot, wählte ich zur Vorlage dieser aktuellen Cover-CD Werke aus, bei denen mir meine individuellen Bearbeitungen wichtig erschienen“, stellt der Schöpfer beider erlesener Variationen deren unterschiedliche Anliegen heraus.

Zwei Herzen in der Brust
Guitar-Man Achim studierte in Aachen Elektrotechnik und wählte zunächst den „ordentlichen Beruf“ des Diplom-Ingenieurs als Station seines Lebensweges. Doch früh spürte er: „In meiner Brust pochen zwei Herzen. Das erste schlägt für meine berufliche Existenz, die Welt der Technik. Das zweite aber gehört einer schönen Kunst. In ihm spielt die Musik im Akkord.“ Und so nahm eine Doppelkarriere in der Nordeifel wie in der Kaiserstadt ihren Lauf, ein Talent brach sich Bahn, gedieh zum Könner seines Fachs … Roskopf wirkt mit seiner große und kleine Schüler/innen ansteckenden Begeisterung als Musikpädagoge. Er unterrichtet seit seiner Jugend kompetent, motiviert und humorvoll ganze Schulklassen. Seine unentbehrliche Partnerin im didaktischen Bildungsprozess nach Noten: die Akustik-Gitarre. Bei der Erstbegegnung mit ihr war Achim gerade ´mal i-Dotz und Teeny. Er lebte viele Jahre mit seiner Familie in der Gemeinde Simmerath und kehrte inzwischen in die Karlsmetropole zurück. Der Spagat, „Liebe zur Gitarre perfektionieren und anderen die Faszination ihres Saitenspiels im Unterricht und konzertant nahe bringen“, gelang. Der „Preis“ für Achim: Lebenslanges Lernen seit Kindertagen. Sein Lohn: spürbar pure Freude an der Aufgabe, die innige Zuneigung zur Welt der Zupf- und Schlagklangkörper, seine unauslöschliche Passion für die international etablierte „Gitarre“. Dieses global für jede Konzertformation unentbehrliche Saiteninstrument wurde von der antiken griechischen Leier abgeleitet. Ob andalusische Akkordzauberin mit folkloristischem Touch, Register-Klangfarben einer Konzertgitarre, Steel-Gitarre im „harten“ Westernsound oder sehnsuchtsvoll schluchzende Südsee-Weisen: Achim Roskopf zupft und schlägt vollendet und in allen Variationen. Wer seine musische Entwicklung verfolgt, erkennt rasch: den Grundstein für spätere Erfolge mit Musik und Gesang legte er zielstrebig schon in der Jugend! Dem Gesetz des Lebens folgend, erreichte der Troubadour anspruchsvoller Klassik seine Ziele Spät- und Auslese nicht ohne gehörig Fleiß und Motivation. Ohne Frühwerk keine Spätlese! Namhafte Bands aus der gesamten Aachener Städteregion prägten Achims Stil und Repertoire („Marrakesch, Spinx“). Der Wahl-Öcher brachte es während seiner Militärzeit zum anerkannten Bandleader. Inspiriert von überregional kooperierenden Musikgrößen wie Jacques Stotzem (Verviers) und Leo Kottke kreierte Roskopf eigene Instrumentalstücke und schrieb zunehmend Arrangements von Pop- und Filmmusik. Zahlreiche mit Bravour im Benelux-Raum absolvierte Solo-Konzerte wie Auftritte im Kreise gleichgesinnter Freunde und Interpreten zeugen von Roskopfs Popularität. Sein Publikum spürt: „Dieser Mann lebt Musik, man hört und sieht ihm den Spaß mit ihr förmlich an. Er ist authentisch, und deshalb lieben wir das Sujet seiner vielfältig wirksamen Saitenbotschaft.“

Die Creme der Pop-Musik
Alle 22 Arrangements zur Herstellung der CD „Auslese“ stammen aus Roskopfs Feder. Unsterbliche Hits, meisterhaft neu inszeniert und am Geschmack des Auditoriums 2020 orientiert. Legendäre Namen begnadeter Weltklasse-Klassiker treten aus dem Schatten ihrer ruhmreichen Vergangenheit, erwachen zu neuem Leben. Die Piraten der Karibik geben sich die Ehre, Beatles und Stones im Bühnenduell, die Ode an den Lemon-Tree, Träume und Märchen aus allen Winkeln unseres Globus´. Sie tauchen in Roskopfs „Selection“ aus der Erinnerung auf. Mit Gefühl und Temperament dank ausgefeilter Technik präsentiert wie zu ihren besten Tagen in den Charts. Verfasser Roskopf hat sich mit diesem frisch aufgeschlagenen Kapitel „Musik der Nationen“ einmal mehr in der Weltsprache der Musen eindrucksvoll zu Wort gemeldet. Glückwunsch zu dieser Bereicherung der Werke „great modern musicians“!
Nicht von ungefähr bereitete Roskopf als Schlusstitel der Disc die ursprüngliche BAP-Rock-Komposition „Do kanns zaubere“ für sein jetziges Programm auf. Zeichen einer tiefen Männerfreundschaft. Denn: „Ich widmete diese Variation meinem unlängst verstorbenen Freund Willie. Er war für mich stets Ansprechpartner und konstruktiver Kritiker, Ideengeber und Förderer meiner Projekte.“